Neue Regelung zur Telefonwerbung ab 1.10.2021

Der Verkauf von Waren oder Dienstleistungen per Telefon stellt für den Angerufenen in den meisten Fällen eine besondere Belastung dar. Im Gegensatz zur E-Mail- oder Briefwerbung kann der Anruf nicht einfach in den (virtuellen) Papierkorb geschoben werden. Aus Höflichkeit oder, weil in einem ungünstigen Moment angerufen bzw. überrumpelt, legt der Angerufene nicht einfach auf.

Ergänzung des § 7 UWG

Um die Verbraucher zu schützen, verlangt der § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) seit jeher, dass eine Einwilligung des Angerufenen in die telefonische werbliche Ansprache vorliegt. Andernfalls stellt der Werbeanruf eine unzumutbare Belästigung dar. Diese kann als Ordnungswidrigkeit ein Bußgeld von bis zu 300.000 Euro nach sich ziehen.

 

Diese Regelung wird ab dem 1.10.2021 flankiert durch § 7a UWG:

㤠7a UWG: Einwilligung in Telefonwerbung

(1) Wer mit einem Telefonanruf gegenüber einem Verbraucher wirbt, hat dessen vorherige ausdrückliche Einwilligung in die Telefonwerbung zum Zeitpunkt der Erteilung in angemessener Form zu dokumentieren und gemäß Absatz 2 Satz 1 aufzubewahren.