Industrielle – Desinformation

Industrielle – Desinformation

Sehr geehrte Kunden,

Desinformation lebt von Chaos und Verwirrung: je mehr Chaos, desto mehr Gelegenheiten für Cyber-Kriminelle. Da Desinformation heute auch als Service angeboten wird (Desinformation-as a Service – kurz DFaaS), hat praktisch jede Gruppierung die Möglichkeit, Desinformationswerkzeuge einzusetzen, die zuvor nur Nationalstaaten zur Verfügung standen. Oft wird Desinformation nicht als Angriff wahrgenommen, obwohl schon Fälle bekannt wurden, bei denen Menschen manipuliert und verunsichert werden sollten und versucht wurde, gesellschaftliche Bewegungen aus dem Nichts zu erschaffen.

Das Jahr 2021 wird noch mehr Vergleichbares bringen. Allerdings wird die Zahl der Gruppen und der unterschiedlichen Agenden weiter zunehmen. Die Ziele werden von der Aneignung, dem Ausbau oder dem Festhalten an gesellschaftspolitischer Macht bis hin zur reinen Disruption reichen. In einigen Fällen werden Desinformationswerkzeuge zur Ablenkung bei hybriden Angriffen genutzt werden, bei denen auch die traditionelle Cybersicherheit und physische Angriffe ins Spiel kommen.

Diese Trends werden die Sicherheit im Netz für das Jahr 2021 prägen:

  • Eine massive Verbreitung der Remote-Arbeit und eine drastisch steigende Nutzung von Cloud-Anwendungen: Das Jahr 2020 hat der digitalen Transformation einen gehörigen Schub verpasst. Diese Veränderungen haben auch erhebliche Auswirkungen auf die IT-Sicherheit..
  • Die Corona-Krise beschleunigt die Digitalisierung, ob Unternehmen wollen oder nicht. Daher findet derzeit ein Umdenken statt und die IT-Sicherheit rückt in den Fokus. Doch welche Trends werden in dieser Situation wichtig?
  • Cyber-Kriminalität die Weltwirtschaft über eine Billion US-Dollar kostet – das entspricht ungefähr einem Prozent des weltweiten BIP. Zum Vergleich: 2018 belief sich der weltweite Schaden auf knapp 600 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet also einen Anstieg der Kosten von über 50 Prozent.
  • Unternehmen und Organisationen weltweit werden weiterhin dezentral arbeiten und vergrößern so die Angriffsfläche für Hacker. Mitarbeiter sowie deren private Haushalte und IoT-Geräte werden verstärkt zum Ziel von Attacken und zum Einfallstor für Cyberkriminelle, die sich Zugang zu Unternehmens- und Personendaten verschaffen möchten. Dynamische Sicherheitsarchitekturen gewinnen an Bedeutung. Desinformation und Bedrohungen durch Cyber-Angriffe werden Nationalstaaten beschäftigen.
  • Microsoft und Google im großen Stil für Phishing missbraucht.
    Sicherheitsforscher sehen derzeit einen starken Anstieg von Phishing-E-Mails, die auf bekannte Marken zurückgreifen, um den Betrug zu verschleiern..
  • Mit dem Projekt Heimdall wurde eine neue Form intelligenter Spam-Abwehr vorgestellt, die zur Verteidigung gegen Spam und Schadsoftware auf Schwarmintelligenz setzt. Heimdall ist eine Anti-Spam-Cloud, die Anwendern der Secure-E-Mail-Gateway-Lösung NoSpamProxy proaktiven Schutz vor Phishing, Spam und weiteren Bedrohungen bieten kann.
  • Makro-Malware hat mit dem Aufkommen ausgefeilter Social-Engineering-Taktiken und der Popularität von Makroprogrammen ein Comeback erlebt. Für Cyberkriminelle sind vor allem Microsoft Office-Makros aufgrund der enorm großen MS-Office-Nutzerbasis ein attraktives Ziel.
  • Kriminelle Vorfälle im Internet nehmen weiter zu: Das geht von Handwerksbetrieben über Logistikunternehmen, bis hin zu Großkonzernen. Sechs von zehn Unternehmen wurden im Jahr 2020 Opfer von Cyberkriminalität – ein Anstieg von 5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.
  • Kriminelle nutzen die Hoch-Konjunktur des Versandhandels und geben sich in Phishing-E-Mails als DHL aus.

Bleiben sie wachsam…….