18.05.2020

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Spam nicht löschen

Keine Frage: Spam nervt, kostet Zeit und verstopft den Posteingang. Da löschen wir die Massenmails doch mal eben flott, oder…? Die Antwort lautet ganz klar: Nein!

Das Löschen bringt zwar kurzfristig Erleichterung, hat aber keinen Effekt in punkto Spam-Reduktion.

Was stattdessen hilft!

Löschen Sie Spam-Mails im Posteingang gewohnheitsmäßig? Dann sind Sie mit dieser Angewohnheit nicht allein: Eine aktuelle Umfrage zum Umgang mit Spam belegt, dass die große Mehrheit der E-Mail-Nutzer das auch tut. Rund 60 Prozent der Nutzer handeln also falsch, indem sie löschen.

Richtig wäre folgendes Vorgehen:

Die goldene Regel lautet schlicht und einfach: Verschieben Sie Spam in den dafür vorgesehenen Spamverdacht-Ordner. Wahlweise per Drag and Drop oder via Verschiebe-Button. Das Verschieben in den Ordner trainiert die Spamfilter und sorgt dafür, dass Mails dieses Absenders bzw. Mails mit ähnlichen Inhalten im Betreff künftig nicht mehr in Ihren Posteingang gelangen, sondern vorher als Spam abgefangen werden. Mails im Spam-Ordner können Sie dann natürlich löschen. Entweder, indem Sie die Mails händisch löschen, oder aber Sie passen die Aufbewahrungszeit für Mails im Spamverdacht-Ordner entsprechend an. Nach Ablauf der Frist werden die E-Mails dann automatisch gelöscht.

Verpasste Gelegenheit im Kampf gegen Spam

Laut Umfrage verschieben nur 20 Prozent der E-Mail-Nutzer Spam in den entsprechenden Ordner. Und das, obwohl das Verschieben doch so einfach ist.

Leichtfertig bis kurios: Umgang mit Spam

Die Umfrage fördert noch weitere seltsame Umgangsformen mit Spam zu Tage: Zwar bequem, aber sehr leichtfertig: Einigen Nutzer (wenn auch nur einem kleinen Teil) scheint Spam komplett egal zu sein. Sie belassen die unliebsamen Mails einfach im Posteingang – und das wird vor allem riskant, wenn es eng wird mit dem Speicherplatz. Spätestens dann muss man seine Mails sortieren und damit auch die Spam-Mails. Und das wiederum birgt potentielle Gefahren: Beim Sichten und Löschen öffnet man aus Versehen eine der Mails und der Spammer bekommt die Bestätigung, dass es diese Adresse tatsächlich gibt. Noch mehr Spam-Mails im Postfach sind die logische Folge. Direkt gefährlich wird es, wenn die Spam-Mail Links und Inhalte transportiert, die mit Schadsoftware verseucht sind.

Wohl doch eher speziell ist dieser Umgang mit Spam:

Immerhin jeder hundertste E-Mail-Nutzer legt einen eigenen Ordner für Spam an und verschiebt die Spam-Mails dorthin. Man kann es gar nicht oft genug betonen Verschieben Sie Spam-Mails immer in den dafür vorgesehenen Ordner. So können Sie sie dauerhaft deutlich reduzieren. Zusätzlich können Sie noch eine Verbesserte Spam-Erkennung in Ihren Einstellungen aktivieren.